Bahnlos und pfadlos, Felsen hinan
Stürmet der Mensch, ein Wandersmann:
Stürzende Bäche, wogender Fluß,
Brausender Wald, nichts hemmet den Fuß!
Dunkel im Kampfe über ihn hin,
Jagend wie Heere, die Wolken ziehn;
Rollende Donner, strömender Guß,
Sternlose Nacht – nichts hemmet den Fuß!
Endlich, ha! endlich schimmert's von fern!
Ist es ein Irrlicht, ist es ein Stern?
Ha, wie der Schimmer so freundlich blinkt,
Wie er mich locket, wie er mir winkt!
Rascher durcheilet der Wandrer die Nacht,
Hin nach dem Lichte zieht's ihn mit Macht!
Sprecht mir, sind's Flammen, ist's Morgenroth?
Ist es die Liebe – ist es der Tod?
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Empfehlungen
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte