Laß mich diese Worte küssen,
Diese Züge deiner Hand!
Ja, gewiß, die Liebe war es,
Die den Trost der Schrift erfand!
Ja, ich lese Deine Zeichen
Und Du stehst vor meinem Blick,
Sprichst zu mir, und jede Silbe
Zaubert mir mein Glück zurück!
Und ich küsse Deine Hände,
Deine Augen, Deinen Mund,
Und ich trinke Deinen Athem,
Und die Seele wird gesund!
Alle Räume schwinden, fliehen;
Alles, was die Brust beengt,
Hat das Herz mit kräft'gen Schlägen
Losgerüttelt, weggesprengt! –
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Weitere gute Liebesgedichte zum schmökern.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte