Oft und viel hab′ ich gesungen
Zarter Liebe Huldigungen,
Und es ward manch süßer Laut
Kleinen Liedern anvertraut;
Doch nun stimme mein Gesang
Vollern Ton und hellern Klang,
Wie aus innerstem Gemüthe
Ich ihn auszusprühn mich sehne!
Darum nennen möcht′ ich jene
Lieder meines Wipfels Blüthe,
Diese meines Stammes Mark! –
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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