Brüder, laßt uns fleißig seyn,
Fleißig, wie die Bienen!
Seht, sie sammeln Honig ein,
Brüder, gleicht doch ihnen!
Uns’re Jugend fliegt geschwind,
Wie der Blitz und wie der Wind;
Laßt uns das bedenken!
Kehr ihr einst an Weisheit reich,
Brüder, nicht nach Hause,
Seht, so grämt und härmt ihr euch,
Auf dem Abschiedsschmause!
Brüder, das Triennium
Kann man nutzen, klug und dumm;
Laßt uns das bedenken!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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