Anakreon, mein Lehrer,

Singt nur von Wein und Liebe;

Er salbt den Bart mit Salben,

Und singt von Wein und Liebe;

Er krönt sein Haupt mit Rosen,

Und singt von Wein und Liebe;

Er paaret sich im Garten,

Und singt von Wein und Liebe;

Er wird beim Trunk ein König,

Und singt von Wein und Liebe;

Er spielt mit seinen Göttern,

Er lacht mit seinen Freunden,

Vertreibt sich Gram und Sorgen,

Verschmäht den reichen Pöbel,

Verwirft das Lob der Helden,

Und singt von Wein und Liebe;

Soll denn sein treuer Schüler

Von Haß und Wasser singen?


Das Gedicht "Anakreon" stammt von   (1719 - 1803).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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