Hohe Lehrerin, Noth, und treffliche Schülerin, Armuth,
Zehnte Muse der Welt, o Du erfandest so viel.
Nicht nur schärfetest Du den Witz der Pflegebefohlnen;
Noch eine schönere Kunst, Mäßigung, lehrtest Du sie.
Und die Mäßigung ward ihr Gewohnheit, Gewohnheit zur Freude;
Freude machte sie dann über den Reichesten reich.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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