Wenn ich ein Vöglein wär′
Und auch zwei Flüglein hätt′,
Flög′ ich zu dir.
Weil es aber nicht kann sein,
Bleib′ ich allhier.

Bin ich gleich weit von dir,
Bin ich doch im Schlaf bei dir,
Und red′ mit dir;
Wenn ich erwachen tu′,
Bin ich allein.

Es vergeht keine Stund′ in der Nacht,
Da mein Herze nicht erwacht,
Und an dich gedenkt,
Dass du mir viel tausendmal,
Dein Herz geschenkt.


Das Gedicht "Wenn ich ein Vöglein wär" stammt von   (1744 - 1803).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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