Ihr Schäferinnen alle! seht,
Wie da mein liebes Mädchen geht!
Wie so von ganzer Seele
Dem Himmel und der Erde gut!
Mit Rosen kränzt es seinen Hut,
Und singt, wie Philomele.
So geht das Mädchen allezeit,
Vergnügt mit Wenigem, bereit,
Auch dieses noch zu missen,
Wenn, irgend in der Gottes-Welt,
Es nur ein Plätzchen frey behält,
Zum Tanzen und zum Küssen.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
Zur Startseite:
Gedichte