Wenn die Lieb′ aus deinen blauen,

hellen, offnen Augen sieht,

und vor Lust hinein zu schauen

mir′s im Herzen klopft und glüht;

und ich halte dich und küße

deine Rosenwangen warm,

liebes Mädchen, und ich schließe

zitternd dich in meinem Arm,

Mädchen, Mädchen, und ich drücke

dich an meinen Busen fest,

der im letzten Augenblicke

sterbend nur dich von sich läßt;

den berauschten Blick umschattet

eine düstre Wolke mir,

und ich sitze dann ermattet,

aber selig neben dir.

 


Das Gedicht "An Chloë" stammt von   (1740 - 1814).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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