Was kümmerts dich in deinen Wolken droben,

Du launischer April,

Ob wir dich tadeln, oder loben?

Ein großer Herr thut meistens, was er will.

Auch halten wir geduldig still,

Und leiden, was wir leiden müssen.

Gieb uns zuweilen nur ein wenig Sonnenschein,

Damit wir dessen uns erfreun:

Dann magst du wiederum mit Schnee und Regengüssen,

Mit Sturm und Blitz und Hagel dir

Bey Tag und Nacht die Zeit vertreiben!

In unsrer kleinen Wirthschaft hier

Soll dennoch gutes Wetter bleiben.


Das Gedicht "April" stammt von   (1740 - 1814).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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