Süß, du im Hain Verborgene!
Steigt dein Gesang empor;
O Nachtigall, du Klagende!
Sing mir dein Leiden vor.
Gern ist der Hoffnungslose
Dem Trauerliede nah,
Wenn er die letzte Rose
Des Lebens welken sah.
Gedichte
Johann Georg Jacobi
Süß, du im Hain Verborgene!
Steigt dein Gesang empor;
O Nachtigall, du Klagende!
Sing mir dein Leiden vor.
Gern ist der Hoffnungslose
Dem Trauerliede nah,
Wenn er die letzte Rose
Des Lebens welken sah.
Das Gedicht "An die Nachtigall" stammt von Johann Georg Jacobi (1740 - 1814).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.