Weihnachtsgeläute

Im nächtigen Wind...

Wer weiß, wo heute

Die Glocken sind,

Die Töne von damals sind?

 

Die lebenden Töne

Verflogener Jahr′

Mit kindischer Schöne

Und duftendem Haar,

Mit tannenduftigem Haar,

 

Mit Lippen und Locken

Von Träumen schwer?...

Und wo kommen die Glocken

Von heute her,

Die wandernden heute her?

 

Die kommenden Tage,

Die wehn da vorbei.

Wer hörts, ob Klage,

Ob lachender Mai,

Ob blühender, glühender Mai?...


Das Gedicht "Weihnacht" stammt von   (1874 - 1929).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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