Nun säuseln linde

Aus Westen die Winde.

Schon rieseln die Quellen

Ins Thal hernieder.

Die Knospen schwellen.

 

Der Vögel Lieder

Erschallen wieder.

Schneeglöckchen läuten fern und nah:

Der Frühling ist da, der Frühling ist da!

 

O seht, wie der Frühling schaltet und waltet,

Und neues Leben enthüllt und entfaltet,

Und schönes Leben ersinnt und gestaltet!

 

Mit Duft und Farben erquickt und belebt,

Mit Sang und Klang entzückt und erhebt,

Und segnend über Allem schwebt!

 

Nun lasst uns nicht länger bleiben zu Haus!

Wir wollen hinaus, ins Freie hinaus!


Das Gedicht "Frühlingslied" stammt von   (1798 - 1874).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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