Was weinst Du, Blümlein,
Im Morgenschein?
Das Blümlein lachte:
Was fällt dir ein!
Ich bin ja fröhlich,
Ich weine nicht -
Die Freudenthräne
Durchs Aug mir bricht!
Ich frug das Bächlein:
Was rinnst du dahin
Wie ein Thränenstrom
Durchs Wiesengrün?
Da klang es heraus
Aus der Wellenbrust:
Mein Strömen ist Freude,
Ist Brausen der Lust!
Du Morgenhimme
Bist blutig rot,
Als läg deine Sonne
Im Meere tot?
Da lacht der Himmel
Und ruft mich an:
Ich streue ja Rosen
Auf ihre Bahn!
Und flammend zog
Die Sonne hervor,
Die Blumen blühten
Jubelnd empor,
Des Baches Wellen
Jauchzten auf
Und die Sonne lachte
Freudig darauf.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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