I.

 

Das ist der König Ludewig,

Von Gottes Gnaden voll,

Den jedes fromme Sängerherz

In Treue singen soll.

Ich sing ihm gern mit treuem Mut

Ein lautes Lobgedicht,

Doch liebvoll singen könnt ich nicht,

Und schelten will ich nicht.

 

II.

 

Das ist der König Ernst August,

Der liebt sein gutes Land,

Der drückt sein Volk — o wärs in Lieb! -

Mit königlicher Hand.

Ich sang ihm gern mit treuem Mut

Ein stammendes Gedicht,

Doch nein — es klang nur voller Haß,

Und hassen will ich nicht.

 

III.

 

Das ist der König Friederich,

Wilhelmus zubenannt,

Der ganzen Welt als Helles Licht,

Als Irrlicht wol bekannt.

Ich sang ihm gern mit treuem Mut

Ein schallendes Gedicht,

Hoch, was so tief die Seele schmerzt,

Das sing ich lieber nicht.


Das Gedicht "Drei Könige" stammt von   (1819 - 1904).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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