Am Morgen der Erstürmung von Leipzig.

 

Willkommen hier im Waffenfeld,

Willkommen lieber Herr und Held,

Wo deine Mannen

Den Sieg gewannen.

 

Wie herrlich strahlt dein Angesicht

Im Sonnenlicht, im Freudenlicht,

Im Siegesglanze,

Du Königslanze.

 

Nicht schöner hat Sie dich geschaut

Am ersten Tag die junge Braut,

Die dort nun betet,

Wo′s Blau sich röthet.

 

Nicht länger stehn die Feinde mehr,

Das Leuchten wandelt vor dir her,

Die alte Flamme

Vom Heldenstamme.

 

Sie werfen Raub und Waffen fort,

Dem Rächer weihn wir diesen Ort,

Aus mildem Bache

Wird Strom der Rache.

 

Der stolze Frevler wird ein Spott;

Mit uns ist Gott, mit uns ist Gott,

Und unsrer Fahnen

Freu′n sich die Ahnen.

 

Du grüßest uns, wir grüßen dich,

Es freuen Mensch und Engel sich,

Wenn Recht verschaffen

Gott und die Waffen.

 

Willkommen drum im Waffenfeld,

Willkommen frommer, deutscher Held,

Wo deine Mannen

Den Sieg gewannen.


Das Gedicht "Als der König sein Heer grüßte" stammt von (* 1783-12-11, † 1817-12-11).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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