Märzstaub fliegt auf. Es fröstelt leicht.

Der Tag in langer Dämmrung bleicht.

 

Vom Wind das Pflaster blank gefegt.

Es klingt verloren, was sich regt.

 

Der Kinder Spiel ist eben aus.

Die Mütter winken sie ins Haus.

 

Es schreit in mir: Verratnes Herz!

Doch geh ich schweigend frühlingwärts.


Das Gedicht "Vorfrühling" stammt von   (1864 - 1918).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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