Verstohlen schielt man nach den kleinen Schönen
Als junges Blut, dem fremd und wundergleich
Der Aphrodite früherschloßnes Reich,
Und schwärmt in erdentrückten Andachtstönen!
Dann steigt die Sonne höher, hell und heiß,
Und scheucht des Morgens zarte Nebelschleier -
Und irdisch derb wird unsre Liebesfeier,
Die nichts mehr ahnt, und alles will und weiß;
Bis wir vergeblich suchten unser Glück
Im Nahen, das als fern sich doch enthüllte:
Bis uns die Liebe, die sich nie erfüllte,
Zur Wundersehnsucht wieder führt zurück.
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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