Hinterm fernsten Saume sinkt das Licht,
Sinkt der Sonne flammendes Gericht,
Sinkt, versinkt, als wär' es fürder nicht.
Und die Erde streift erlösungstrunken
Aus den Locken sich die letzten Funken,
Dehnt erschauernd die befreiten Glieder,
Fühlt ihr eignes tiefes Dunkel wieder.
Und mit mütterlichem Lustverlangen
Raunt und lockt sie: Könnt ihr länger bangen?
Seht, erloschen ist der fremde Schein!
Unsre strenge Herrin ist gegangen -
Kinder, kommt! nun laßt uns fröhlich sein!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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