Ist bezwungen denn der Tod
Durch des Sommers Machtgebot?
Ist ihr Bild so ganz versunken,
Die den Becher leer getrunken:
Aller, die sich wesenlos
Bargen in der Erde Schoß?
Hier in Duft und Sonnenschein
Fühl' ich wieder dich allein,
Dich, die nie ein Weh erfuhr,
Einzig Dauernde, Natur!
Um den vollen Rosenstrauch
Lebenglühend weht dein Hauch,
Hell wie immer durch den Wald
Deine Tausendstimme schallt -
Deiner Stärke Ueberschwall
Wirfst du in des Stromes Fall:
Und aus brausend wilder Lust
An gebäumter Felsenbrust
Schwingst du dich zur Sehnsuchtsschau
In der Lüfte reinstes Blau!
Ja, du lebst .. aus dir, aus dir
Trink' auch ich ein Leben mir!
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
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