Sausend und surrend in wechselndem Ringel

Schwingt sich das Jungvolk selbzweit und selbdritt -

Herz, du mein rüstiges, lüstiges Dingel,

Tätest und drehtest du heute nicht mit?

 

Jettchen und Nettchen, ihr flotten und flinken,

Laßt ihr die Schüler noch immer nicht los?

Seht ihr den Meister nicht warten und winken,

Ist euch das wirklich so tuttmämschos′?

 

Jettchen! mein Herz, es pocht wie ein Hammer!

Nettchen, ich komme! nun wird mir′s zu dumm ..

Plötzlich von hinten mit knöcherner Klammer

Hängt mir′s am Arme und reißt mich herum!

 

Base Ludmilla, die alte Runkunkel,

Die mir schon lange die Ehe verspricht,

Hat mich erspäht - mit süßem Gemunkel

Schaut sie beglückt mir ins Angesicht!

 

Und mit dem mächtigen Großmuttermuffe,

Der von abscheulichen Wollwülsten starrt,

Holt sie nun aus zu dem zärtlichsten Puffe:

"Schäker, ich weiß schon, auf wen du geharrt!

 

Komm, laß uns schlittern da drüben, wo′s frei ist,

Und wo die Seele der Seele sich freut -

Denn dieser Jugend Gehetz und Geschrei ist

Nichts für uns reife, vernünftige Leut′!"


Das Gedicht "Der Gang aufs Eis" stammt von   (1866 - 1928).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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