Hinz:
Was doch die Großen alles essen!
Gar Vogelnester; eins, zehn Taler wert.
Kunz:
Was? Nester? Hab ich doch gehört,
Daß manche Land und Leute fressen.
Hinz:
Kann sein! Kann sein, Gevattersmann!
Bei Nestern fingen die denn an.
Gedichte
Gotthold Ephraim Lessing
Hinz:
Was doch die Großen alles essen!
Gar Vogelnester; eins, zehn Taler wert.
Kunz:
Was? Nester? Hab ich doch gehört,
Daß manche Land und Leute fressen.
Hinz:
Kann sein! Kann sein, Gevattersmann!
Bei Nestern fingen die denn an.
Das Gedicht "Hinz und Kunz" stammt von Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781).
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Weitere gute Gedichte des Autors:
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.