Als Amor in den goldnen Zeiten

Verliebt in Schäferlustbarkeiten

Auf bunten Blumenfeldern lief,

Da stach den kleinsten von den Göttern,

Ein Bienchen, das in Rosenblättern,

Wo es sonst Honig holte, schlief.

 

Durch diesen Stich ward Amor klüger.

Der unerschöpfliche Betrüger

Sann einer neuen Kriegslist nach:

Er lauscht′ in Rosen und Violen;

Und kam ein Mädchen sie zu holen,

Flog er als Bien′ heraus, und stach.


Das Gedicht "Die Biene" stammt von   (1729 - 1781).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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