Wer sleht den lewen? wer sleht den risen?

wer überwindet jenen unt disen?

daz tuot einer der sich selber twinget

und alliu sîniu lit in huote bringet

ûz der wilde in stæter zühte habe.

geligeniu zuht und schame vor gesten

mugen wol eine wîle erglesten:

der schîn nimt drâte ûf unt abe.


Das Gedicht "Wer sleht den lewen?" stammt von (* 1170-00-00, † 1230-00-00).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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