Uns hât der winter geschat ueber al:

heide unde walt diu sint beidiu nu val,

dâ manic stimme vil suoze inne hal.

saehe ich die megde an der strâze den bal

werfen! sô kaeme uns der vogele schal.

 

Möhte ich verslâfen des winteres zît!

wache ich die wîle, sô han ich sîn nît,

daz sin gewalt ist sô breit und sô wît.

weizgot, er lât doch dem meien den strît:

sô lise ich bluomen, dâ rîfe nu lît.


Das Gedicht "Uns hât der winter..." stammt von (* 1170-00-00, † 1230-00-00).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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