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Bürgerlicher Wolfgang


Herz, mein Herz, was ficht dich an,

Daß dir′s flumrig ist?

Sprich, warum, woso, wie, wann,

Wo dich was verdrießt?

 

Ach, ob auch schon tausendmal

Lieschen ich geküßt,

Ueber aller Zahlen Zahl

Schwindelt mein Gelüst′.

 

Hab′ ich auch so oft und bang

Sie im Arm gefühlt,

Meine Flammen sind noch lang,

Lange nicht gekühlt.

 

Denn es ist so gut und wahr,

Was mich führt zu ihr,

Hat sie doch so ganz und gar

Sich ergeben mir.

 

Hat sie doch so ganz und gar

Mir das Herz gerührt,

Ist doch Alles wunderbar,

Selbst wie sie sich schnürt.

 

Ach, dem Monde zürn′ ich, der

Ihr an′s Lager schleicht,

Und - säh′ ich sie nimmer mehr,

Stürbe ich vielleicht!



(* 02.02.1827, † 02.02.1892)




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