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Almanächtig


Wenn nach süßem Abendschlummer

Die Natur im Monde liegt,

Da beginnt der große Kummer,

Der zur Brust sich schmiegt.

 

Und die Sehnsucht, ach, zu stillen,

Wandl′ ich in dem Dämmerlicht,

Brechend ohne meinen Willen

Ein Vergißmeinnicht.

 

Und ich sag′ es dir alleine,

Daß ich gern verrathen bin,

Denn die Thräne so ich weine,

Strömt als Lied dahin.

 

Und der Schmerz um das verlor′ne

Liebesblütheparadies

Gleicht so seltsamsüß dem Dorne,

Den die Rose ließ.



(* 02.02.1827, † 02.02.1892)




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