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Abendfriede


Schwebe, Mond, im tiefen Blau

Ueber Berg und Höhn,

Sprudle Wasser, blinke Thau!

Nacht, wie bist du schön!

 

Spiegle See den reinen Strahl!

Friedeathmend lind

Durch das wiesenhelle Thal

Walle, weicher Wind!

 

Wie durch einen Zauberschlag

Bin ich umgestimmt

Von Gedanken, die der Tag

Bringt und wieder nimmt.

 

Daß es auch ein Sterben gibt,

Fühl ich ohne Schmerz,

Was ich liebe, was mich liebt,

Geht mir still durchs Herz.



(* 02.02.1827, † 02.02.1892)




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