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Zuneignung


Wem ich die Blumen meines Sanges streue,

Forscht Ihr von mir, und seht mich fragend an?

Der ich mein Herz und meine Seele weihe,

Ihr sind auch diese Blüthen unterthan.

O, daß die Himmlische sich ihrer freue,

Wohl schönern Lohn kein Sänger je gewann!

O, möge ihr mein tönend Spiel gefallen,

Der Einen nur, die herrlich unter Allen!

 

Zu ihrem Preise soll in späten Tagen

Mein Lied noch tönen aus der Enkel Mund;

Den holden Namen soll's zur Nachwelt tragen,

Ihr hohes Lob thu' es begeisternd kund;

Wie Sänger einst die Saiten angeschlagen,

In ew'gen Liedern feiernd solchen Bund,

Gleich wie Petrark, hoch über alle Sterne

Trüg' ich den Ruhm der Heißgeliebten gerne! –

 

O, möcht' der Lorbeer mich, wie ihn, umwinden!

Der heil'ge Zweig um meine Stirne blühn:

Dann würd' ich ihn um Ihre Schläfe winden,

Den dunkeln Kranz durch helle Locken ziehn.

Kein schön'res Haupt kann ich zu schmücken finden,

Dort soll er wehn in ewig jungem Grün. –

Doch wie? – macht mich ein Traum des Seyns vergessen?

Ich schenke das – was nimmer ich besessen!



(* 28.02.1790, † 16.03.1862)




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