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Zukunft


Was ich thue, ist vergeblich Streben,

Dunkel nur und zweifelhaft mein Wissen;

Was ich wünsche, muß ich stets vermissen,

Täuschung nur und Trug will mich umgeben.

 

Aber Dauer weilet nicht beim Leben,

Und so werd′ ich′s endlich auch beschließen;

Diesem Nachtgewölk′ des Wahns entrissen,

Wird mich hell′re Klarheit einst umweben.

 

Nahen Tag verkündet uns Aurore,

Licht muß siegend durch den Schatten dringen;

Wenn wir männlich nach der Wahrheit ringen,

 

Oeffnen sich die goldnen Flügelthore

Ihrer Heimath, und hinüber bringen

Wird den Sehnenden die nächste Hore.



(* 28.02.1790, † 16.03.1862)




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