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Ungewisses Licht


Bahnlos und pfadlos, Felsen hinan

Stürmet der Mensch, ein Wandersmann:

Stürzende Bäche, wogender Fluß,

Brausender Wald, nichts hemmet den Fuß!

 

Dunkel im Kampfe über ihn hin,

Jagend wie Heere, die Wolken ziehn;

Rollende Donner, strömender Guß,

Sternlose Nacht – nichts hemmet den Fuß!

 

Endlich, ha! endlich schimmert's von fern!

Ist es ein Irrlicht, ist es ein Stern?

Ha, wie der Schimmer so freundlich blinkt,

Wie er mich locket, wie er mir winkt!

 

Rascher durcheilet der Wandrer die Nacht,

Hin nach dem Lichte zieht's ihn mit Macht!

Sprecht mir, sind's Flammen, ist's Morgenroth?

Ist es die Liebe – ist es der Tod?



(* 28.02.1790, † 16.03.1862)




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