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Angebinde


Ein ehrend Kleinod möcht′ ich gern Dir geben,

Möcht Dir so gern, wie ich Dich liebe, zeigen;

Doch arm bin ich und nenne nichts mein eigen;

Was zierlich sonst und reich das heitre Leben

 

Mit frischem Glanz und Schimmer mag umschweben,

Es steht mir fern; die frohen Klänge schweigen,

Geknickt vom Sturm sich alle Blüthen neigen,

Und keine kann ich Dir zum Kranze weben.

 

Doch Pelikane tränken ihre Jungen

Ja mit dem Blut, das warm der Brust entsprungen,

Und spenden den verborgnen Quell der Freuden:

 

So ström′ im Lied der Quell Dir meiner Leiden,

Der Qualen Born, er soll sich Dir erschließen!

Mein Herzblut ist′s; – laß in den Staub es fließen!



(* 28.02.1790, † 16.03.1862)




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