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An die Leier


Töne, frohe Leier,

Töne Lust und Wein!

Töne, sanfte Leier,

Töne Liebe drein!

 

Wilde Krieger singen,

Haß und Rach′ und Blut

In die Laute singen,

Ist nicht Lust, ist Wut.

 

Zwar der Heldensänger

Sammelt Lorbeern ein;

Ihn verehrt man länger.

Lebt er länger? Nein.

 

Er vergräbt im Leben

Sich in Tiefsinn ein:

Um erst dann zu leben,

Wann er Staub wird sein.

 

Lobt sein göttlich Feuer,

Zeit und Afterzeit!

Und an meiner Leier

Lobt die Fröhlichkeit.



(* 22.01.1729, † 15.02.1781)




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