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Und die Hörner des Sommers verstummten


Und die Hörner des Sommers verstummten im Tode der Fluren,

In das Dunkel flog Wolke auf Wolke dahin.

Aber am Rande schrumpften die Wälder verloren,

Wie Gefolge der Särge in Trauer vermummt.

 

Laut sang der Sturm im Schrecken der bleichenden Felder,

Er fuhr in die Pappeln und bog einen weißen Turm.

Und wie der Kehricht des Windes lag in der

Leere Drunten ein Dorf, aus grauen Dächern gehäuft.

 

Aber hinaus bis unten am Grauen des Himmels

Waren aus Korn des Herbstes Zelte gebaut,

Unzählige Städte, doch leer und vergessen.

Und niemand ging in den Gassen herum.

 

Und es sang der Schatten der Nacht. Nur die Raben noch irrten

Unter den drückenden Wolken im Regen hin,

Einsam im Wind, wie im Dunkel der Schläfen

Schwarze Gedanken in trostloser Stunde fliehn.



(* 30.10.1887, † 16.01.1912)




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