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Gina


Noch weht um dich der Duft der großen Steppen,

Der Sommer Polens, und der Wogengang

Der Weizenfelder, wenn den Fluß entlang

Der Treidler Schultern große Flöße schleppen.

 

Tief, wie die schwarzen, herbstlichen Zisternen,

Die einsam stechen in das Morgengraun,

Sind deine Augen, die ins Weite schaun

Aus engen Straßen nach den Wintersternen.

 

Du wurdest für ein wildes Pferd geschaffen,

Für einen Ritt durch Nächte und Gefahr,

Die Tschapka auf der Stirn mit Goldagraffen.

 

Darunter flatterte dein schwarzes Haar,

Und wie von Silber glänzten unsre Waffen,

Wenn durch die Mondnacht zieht der weiße Aar.



(* 30.10.1887, † 16.01.1912)




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