Nach oben

Unterm Buchenbaum


Im Wald, im Wald –

Wie bald, wie bald

Hast du's vergessen!

Weißt, unter'm Buchenbaum

Selig in hellem Traum

Sind wir gesessen.

 

Im Wald, im Wald,

Im grünen Wald

Hab' ich für's Leben,

Weißt, unter'm Buchenbaum

Selig in hellem Traum

Dir mich gegeben.

 

Auf's Meer, auf's Meer,

Auf's weite Meer

Bist du gezogen,

Denkest der Armen kaum

Draußen im wilden Schaum

Rollender Wogen.

 

Im Wald, im Wald

Ist's öd und kalt,

Sausen die Winde,

Kahl steht der Buchenbaum,

Trauert im weißen Saum

Eisiger Rinde.

 

Im Wald, im Wald

Begrabt mich bald,

Grünt es erst wieder,

Legt unter'm Buchenbaum

Mit meinem hellen Traum

Sachte mich nieder!



(* 30.06.1807, † 14.09.1887)




Bewertung:
0/5 bei 0 Stimmen

Kommentare

Mit dem Eintragen Ihres Kommentars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer angegebenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung einverstanden.
  • Noch kein Kommetar vorhanden!