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Nachts und Morgens


Nachts.

 

Armer Laternenschein!

Suchst in den Nebel hinein,

Möchtest und kannst doch nicht,

Dumpf, dicht,

Breit, schwer

Liegt er umher. –

So trübe bricht

Am alten Räthsel sich das Geisteslicht.

 

Morgens.

 

Sonne, wie scheinst du rein

Heut in die Welt herein!

Jegliches, was da lebt,

Wie es so klar sich hebt

Und doch im Ganzen webt!

Und hinter all dem vollen Schein,

Was mag da wohl verborgen sein?

»Noch immer suchen, Grübler, der du bist?

Frei dich an dem, was vornen ist.«



(* 30.06.1807, † 14.09.1887)




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