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Kahnfahrt


Es sinkt der Tag; still wird es weit und breit. –

Auf flüsternder, auf kühler Wasserbahn

Trägt leis zwei Menschen hin ein leichter Kahn,

Zwei stille Menschen, still vor Seligkeit.

 

Der Mann ergreift des Weibes zarte Hand

Und spricht, indem er nah' zu ihr sich bückt,

Der Stimme Zittern mühsam unterdrückt,

Mühsam die Thräne, die im Aug' ihm stand:

 

»O möge keines von uns Zweien doch

Je wiedersehn dieß Land und diesen See,

Das Herz zerrissen von der Trennung Weh!«

Schon war es Nacht. Wir schwiegen. Weißt du's noch?



(* 30.06.1807, † 14.09.1887)




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