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Immer zu


Gestern, ah! das war ein Schweben,

Als zum Tanz die Hand sie gab!

Ueber Stock und Steine streben

Muß ich heut am Wanderstab.

 

Gestern glänzten weiße Brüste,

Die ein tiefes Athmen hob,

Heute starren in der Wüste

Felsenblöcke rauh und grob.

 

Gestern noch mit heißen Küssen

Deckte mich ihr weicher Mund,

Heut von scharfer Dorne Rissen

Trag' ich Hand und Wange wund.

 

Gestern löste mir die Glieder

Süßer Liebe Feuertrank,

Heute lieg' ich frierend nieder

Auf des Erdgrunds harte Bank.

 

Auf! Frischauf und nicht gezaget!

Weiter in die Welt hinein!

Immer zu und frisch gewaget,

Heute darf nicht gestern sein!



(* 30.06.1807, † 14.09.1887)




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