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An J. K.


Zur Blume, die des Duftes feinste Geister

Im Kelche sammelt, spendend sie entläßt,

Zum Kranze, der, ein Schmuck für größ're Meister,

Den Strebenden begrüßt am Greisesfest,

Läß'st du in Dichterworten mich erseh'n,

In welche Tiefen deine Blicke geh'n.

 

Die blinden Seelen, die gedankenschiefen,

Was wissen sie von Ewigkeit und Zeit!

Den Zeitmoment zur Ewigkeit vertiefen:

Das ist's, da liegt Unsterblichkeit.

Dazu ward Leben! Das bringt Rath und Licht,

Bringt Reim in's ungereimte Weltgedicht.



(* 30.06.1807, † 14.09.1887)




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