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Macht des Weibes


Mächtig seid ihr, ihr seid′s durch der Gegenwart ruhigen Zauber;

Was die stille nicht wirkt, wirket die rauschende nie.

Kraft erwart′ ich vom Mann, des Gesetzes Würde behaupt′ er;

Aber durch Anmut allein herrschet und herrsche das Weib.

Manche zwar haben geherrscht durch des Geistes Macht und der Taten;

Aber dann haben sie dich, höchste der Kronen, entbehrt.

Wahre Königin ist nur des Weibes weibliche Schönheit,

Wo sie sich zeige, sie herrscht, herrschet bloß, weil sie sich zeigt.



(* 10.11.1759, † 09.05.1805)




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