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Hälfte des Lebens


Mit gelben Birnen hänget

Und voll mit wilden Rosen

Das Land in den See,

Ihr holden Schwäne,

Und trunken von Küssen

Tunkt ihr das Haupt

Ins heilignüchterne Wasser.

 

Weh mir, wo nehm ich, wenn

Es Winter ist, die Blumen, und wo

Den Sonnenschein,

Und Schatten der Erde?

Die Mauern stehn

Sprachlos und kalt, im Winde

Klirren die Fahnen.



(* 20.03.1770, † 07.06.1843)




Bewertung:
3/5 bei 8 Stimmen

Kommentare

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  • Gravatar von Karl-Heinz Mayer
    Karl-Heinz Mayer | ibmayervdi@aol.com
    vor 8 Monaten

    auch in der frankfurter antologie missverstanden ! ----gelbe birnen, statt äpfel ....das ist lebensmitte ! und teil 2 ist altersfurcht !
    Also : mit ausgewachsenen brüsten und voll wilder ( mittelalterlicher unerschrockenheit - sprich erfahrung und wünsche -) rosen, hänget "das eine" in das andere ! ....ihr holden (sexsymbole - siehe sappho) schwäne, und trunken vom leben, sucht ihr kühlung im "tauf-" wasser der zunnehmenden realität !
    weh mir, alt geworden (winter), wo nehm ich die liebe (blumen), die hoffnung (sonnenschein), mein selbstvererständnis (schatten) (her) ? aus menschen sind mauern geworden, statt (druckfahnen) ...nur klirrendes gestänge, statt druckmaschinen, nur noch vom wind bewegt ;-)