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Die treuen Brüder


Es sind zwei treue Brüder,

Die ziehn in den Streit hinaus,

Noch reden sie hin und wieder,

Da schmettert′s den einen darnieder,

Der andre sieht′s mit Graus.

 

Der Bruder in seinem Blute

Erregt ihm bittern Schmerz;

Daß ihn der Tod ereilte,

Bevor er den Kampf noch teilte,

Zerreißt ihm ganz das Herz.

 

Der Sterbende blickt freundlich

Noch einmal auf zu ihm,

Dann greift er, als wär′ er der alte,

Zur Büchse, die noch nicht knallte,

Drückt ab mit Ungestüm.

 

Nun bricht er wieder zusammen

Und lächelt, und ist tot. -

Der andre, als er sich wandte,

Sah einen Feind im Sande,

Des Kugel ihm gedroht.



(* 18.03.1813, † 13.12.1863)




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