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Der Baum in der Wüste


Es steht ein Baum im Wüstensand,

Der einzige, der dort gedieh;

Die Sonne hat ihn fast verbrannt,

Der Regen tränkt den durst′gen nie.

 

In seiner falben Krone hängt

Gewürzig eine Frucht voll Saft,

Er hat sein Mark hineingedrängt,

Sein Leben, seine höchste Kraft.

 

Die Stunde, wo sie, überschwer,

Zu Boden fallen muß, ist nah,

Es zieht kein Wanderer daher,

Und für ihn selbst ist sie nicht da.



(* 18.03.1813, † 13.12.1863)




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