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La Vierge aux Rochers


Dicht von Felsen eingeschlossen,

Wo die Jordansquellen gehn,

Wo die stillen Blumen sprossen,

Ist Johannes hier zu sehn.

 

Sinnend, in die Ferne zeigend

Sitzt er an der Quelle Rand

Und sein Engel lenket schweigend

Nach demselben Ziel die Hand.

 

Und wir sehen bei ihm knien,

Die er nur prophetisch schaut,

Jesum Christum und Marien,

Kirche, Bräutigam und Braut.

 

Jesus beugt sich schon entgegen

Händefaltend jener Flut,

Die auf unbereiten Wegen

Jetzt noch Sklavendienste tut.

 

Prüfend ihre Hand ausstrecket

Schon des heiligen Geistes Braut,

Ob, der sie zuerst erwecket,

Ob der Segen niedertaut.

 

Und der Felsen und die Blume

Und die Quelle ahnden still,

Daß zu seinem Heiligtume

Gott sie all gebrauchen will.

 

Auf den Fels die Kirche bauen,

Mit der Flut uns waschen rein,

Und der Lilie will vertrauen,

Wie er liebt das Jungfräulein.

 

Sieh, ein jedes tut das seine,

Und so laß uns Buße tun,

Bis zum Bau vereint wir Steine

All am siebten Tage ruhn.



(* 09.09.1778, † 28.07.1842)




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