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I-A!


Ein Esel dacht: den schweren Sack

Willst du nicht länger tragen;

Er wurde hager, blaß und spack

Und stöhnte und thät klagen;

Jedoch, sobald der Müller da,

So rief er bloß I-a, I-a!

 

Es ging ein Jahr um′s andere hin:

Der Esel mußte tragen;

Doch trüb und trüber ward sein Sinn,

Er thät erbärmlich klagen.

Jedoch, wenn er den Müller sah,

So rief er bloß I-a, I-a!

 

Doch endlich kommt er nicht mehr fort,

Konnt′ nicht den Sack mehr tragen;

Drauf gab er sich sein Ehrenwort,

Sei Leiden laut zu klagen;

Jedoch, als er den Müller sah,

So rief er bloß I-a, I-a!

 

Er wurde alt, er wurde krank,

Thät immer heft′ger klagen,

Jedoch sein ganzes Lebelang

Hat er den Sack getragen.

Als sterbend er den Müller sah,

Da röchelt er I-a, I-a!

 

In Stockau, Augs- und Lüneburg,

In Cassel und in Wesel!

Was einmal Esel durch und durch,

Das ist und bleibt ein Esel!

Was auch geschieht und was geschah,

Der Esel schreit I-a, I-a!



(* 27.03.1810, † 25.10.1876)




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