Der, unverführt von Freuden und von Sorgen,

Nie herzlich weinet oder lacht;

Der, jede Nacht und jeden Morgen,

Ohn′ alle Träume schläft; nur, wann er soll, erwacht;

Der, gleich entfernt von Witz und Unverstande,

Sich nicht versteigt, auch nicht versteigen kann:

Trifft man in dem den größten Geist nicht an;

So ist er doch vielleicht der Glücklichste im Lande.


Das Gedicht "An den Freiherrn von ***" stammt von (* 1708-04-23, † 1754-10-28).





Ein Gedicht ist eine besondere sprachliche Ausdrucksform, das aus Versen (und Strophen) besteht, die sich i.d.R. reimen.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern verdichten Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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