(An C. A. S. †)

 

In fremder Erde ward es dir zu ruh'n,

Im Eiland, das die Volkskraft muß bewachen,

Mit dämmebauend nimmer müdem Thun

Beschützen vor des Meeres offenem Rachen.

 

Kein schlechtes Bett! Ein ehrenwerther Grund,

Um den so mannhaft stetig wird gerungen,

Daß er als Raub in diesen finstern Schlund

Vom Wogenschwall nicht wird hinabgeschlungen!

 

Die Augen drückte Kindeshand dir zu,

Wortkarges Volk, arbeitsam, ernst, gediegen,

Empfing dich gastlich, senkte dich zur Ruh –

Doch weiß ich, wo du lieber möchtest liegen:

 

Im stillen Dörfchen, fern am Neckarstrand,

Dort wo die Berge, die gestreckten, blauen,

Durch weiche Luft in's segensreiche Land

Auf sangreich heitres Volk herüberschauen.

 

Im Dörfchen an der Rebenhügel Saum,

Im Obstbaumschatten traulich angelehnt,

Wohin du dich im Wachen und im Traum,

Vom Loos verbannt, dein Leben lang gesehnt.


Das Gedicht "Ein fernes Grab" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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