Nachts.
Armer Laternenschein!
Suchst in den Nebel hinein,
Möchtest und kannst doch nicht,
Dumpf, dicht,
Breit, schwer
Liegt er umher. –
So trübe bricht
Am alten Räthsel sich das Geisteslicht.
Morgens.
Sonne, wie scheinst du rein
Heut in die Welt herein!
Jegliches, was da lebt,
Wie es so klar sich hebt
Und doch im Ganzen webt!
Und hinter all dem vollen Schein,
Was mag da wohl verborgen sein?
»Noch immer suchen, Grübler, der du bist?
Frei dich an dem, was vornen ist.«
Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.
Weitere gute
Nachtgedichte zum schmökern.
Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.
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