Nachts.

 

Armer Laternenschein!

Suchst in den Nebel hinein,

Möchtest und kannst doch nicht,

Dumpf, dicht,

Breit, schwer

Liegt er umher. –

So trübe bricht

Am alten Räthsel sich das Geisteslicht.

 

Morgens.

 

Sonne, wie scheinst du rein

Heut in die Welt herein!

Jegliches, was da lebt,

Wie es so klar sich hebt

Und doch im Ganzen webt!

Und hinter all dem vollen Schein,

Was mag da wohl verborgen sein?

»Noch immer suchen, Grübler, der du bist?

Frei dich an dem, was vornen ist.«


Das Gedicht "Nachts und Morgens" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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