Ich grüße dich, du wunderbarer Duft,

Der sich in diesen zarten Kelchen wieget,

Du Schiff, worin durch dunkelblaue Luft

Die Seel' entzückt nach fernen Ufern flieget.

 

Das Steuer ist ein alter, alter Traum

Von andern Zeiten, himmelschönen Auen,

Gold ist der königlichen Ströme Schaum

Und hohe, schlanke Palmen sind zu schauen.

 

Die Lotosblume schwimmt auf blauer Flut,

Die Welle scheint mit holder Scham zu fragen,

Welch Wunder ihr im keuschen Schoße ruht?

Doch nur die Kinder wissen es zu sagen.


Das Gedicht "Die Hyazinthe" stammt von   (1807 - 1887).





Das Gedicht als solches verdichtet Sprache und veranschaulicht den Inhalt durch die Verwendung rhetorischer Mittel (z.B. Metaphern (Bildsprache), Anaphern (Wiederholungen), etc.). Diese lyrischen Texte zeichnen sich durch eine strukturierte Form (Verse, Strophen) und einen spezifischen Rhythmus (Reim) aus.

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Die Wörter und Sätze vermitteln nicht nur einfach Informationen, sondern kondensieren & destillieren Stimmungen, Gefühle, Gedanken oder Beobachtungen. Es ist eine der ältesten literarischen Textformen und lebt davon, dass Sprache nicht nur bedeutet, sondern auch klingt, schwingt und wirkt.





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